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Indy-Kino - Sonntag 27. Mai 2007, 20:00
Indymedia Café Bern zeigt Filme:
"i" the film , 84 min, Spanisch / Englisch mit deutschen Untertiteln
Argentinien, Indymedia und die Frage der Kommunikation
Am 19. Dezember 2001 beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte Argentiniens. Nach Jahren von Wirtschaftskrise, Sparprogrammen und Verarmung sagen Hunderttausende im ehemaligen Musterland des Neoliberalismus: Basta! Que se vayan todos! Es kommt zu massiven Aufständen. Die Regierung wird gestürzt. In unzähligen Versammlungen, Aktionen und sozialen Gruppierungen diskutieren die Leute, wie sie ihre Geschichte selbst in die Hand nehmen.
Einer dieser politischen Akteure ist das Indymedia Kollektiv. Mitten im Sturm des politischen Umbruchs und aus dem Bedürfnis heraus die Geschehnisse selber von der Basis aus zu dokumentieren und eine Alternative zu den kommerziellen Massenmedien aufzubauen, finden sich mehrere MedienmacherInnen im Indymedia Kollektiv zusammen.
Die ersten Fotoapparate werden bei Plünderungen angeeignet und die ersten Räumlichkeiten in einer besetzten Bank eingerichtet.
Indymedia existiert nicht nur in Argentinien, sondern an vielen anderen Orten der Welt in denen gegen Neoliberalismus gekämpft wird. Es ist ein globales Netzwerk, dass Ende der 90er Jahre entstanden ist und heute über 100 Kollektive und Portale weltweit betreibt. Durch die globale Vernetzung gehen die Berichte über die Piqueteros, die Asambleas und die besetzten Fabriken in Argentinien rund um die Welt. Die Stimme derjenigen, die sonst nie zu Wort kommen inspiriert jetzt Menschen weltweit.
Mit ihren alltäglichen Erfahrungen, stellen die Indymedia AktivistInnen die Frage nach der Kommunikation im Kampf um eine Gesellschaft ohne Unterdrückung. Wie soll die Medienarbeit von unten aussehen? Wie agiert sie innerhalb eines horizontalen Netzwerkes? Welches Verhältnis hat sie zu Macht? Welche Rolle spielt sie in und außerhalb der sozialen Bewegungen? All das sind Fragen, die uns im Film begleiten.
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Gegenwart. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Bewegungen müssen Spuren und Dokumente ihrer Leidenschaft hinterlassen, damit ihre Visionen als Erinnerungen für kommende Generationen lebendig bleiben. „Möglicherwise ist am wichtigsten, wer die Geschichte schreibt ist“, meint eine Indymedia-Aktivistin.
Zur Illustrierung dieser Gedanken macht der Film mehrere Sprünge zu Widerstandsmomenten auf dem G8- Gegengipfel in Genua, den Protesten gegen die Republican Convention in New York oder einer Landbesetzung in Brasilien. I the film ist genau so unübersichtlich wie etwa die Indymedia Webseiten auf den ersten Blick und doch ist es ein Film der mit seiner dezentralisierten Erzählung, seinen vielfältigen Stimmen und wechselnden Blickwinkeln fasziniert.
(von http://www.ithefilm.com)
"The Nu Face of Youth Rebellion in Tonga", 2006, Englisch, 10min
Following the pro-democracy riots in Tonga in 2006, troops from New Zealand and Australia were sent to quell the rebellion and restore Monarchical order. This documentary was filmed in the week after the troops arrived detailing the riots, the pro-democracy movement, the abuse of people by Tongan forces and the operations of the New Zealand and Australian army. The movie stands very much at odds with the mainstream media account of the events.
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