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Heraus zur Freiraumdemo am 11.02.'06 um 14:00 aufm Kornhausplatz in Bern

Das gegenwärtige Profitdenken, das alle Bereiche des Lebens kommerzialisieren will, lässt keinen Platz für Freiräume. Im Gegenteil: Freiräume werden bekämpft und schikaniert oder „bestenfalls“ mit Verträgen zurück ins System eingegliedert.

Wir sind der festen Überzeugung, dass Räume, wo die verschiedensten Menschen sich ohne Konsumzwang treffen können, dringend nötig sind. Der Wunsch kreativ zu sein, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, seine Fähigkeiten und sein Wissen mit anderen Menschen auszutauschen ist gross, und wird mit der zunehmenden Durchkapitalisierung aller Lebensbereiche nur noch grösser werden.

Wir wollen selbstbestimmt leben und weigern uns zu akzeptieren, dass unser einziger Lebenszweck darin bestehen soll, acht Stunden am Tag zu schuften, um dann in der verbliebenen Zeit unser Geld für Dinge auszugeben, die uns nur scheinbar glücklich machen. Da unser Wirtschaftssystem auf Konkurrenz, Zwang und Autorität beruht, braucht es dringend Räume, die zeigen, dass es mit Kooperation, Eigeninitiative, Fantasie, und Freiwilligkeit keinen Chef braucht, der alles regelt und kontrolliert.

Unser Verständnis von Kultur unterscheidet sich in ein paar wesentlichen Punkten, von dem welches die sogenannten Kulturbetriebe propagieren. Für uns muss z.B.: Kunst in erster Linie weder unterhalten noch einen Profit abwerfen. Kunst muss gar nichts. Wir finden es nämlich hässlich, wenn „Kultur“ zu einem Produkt wird, das sich möglichst gut verkaufen muss. Es geht nicht darum Kultur zu besitzen. Unser Ziel ist es Kultur zu leben!

Die Schule hat die Aufgabe, aus uns funktionierende Rädchen im System zu machen. Da das Leben aber nicht nur „Arbeit“ beinhaltet, liegt es auf der Hand, dass es noch sehr viel mehr über das Leben selbst zu lernen gibt. In Freiräumen ist es für uns möglich uns gegenseitig beizubringen was uns interessiert. Dazu brauchen wir selbstverständlich weder LehrerInnen noch Noten, da es uns wie gesagt, interessiert...

Es geht nicht zuletzt auch darum, Alternativen zu entwickeln zum herrschenden Arbeits- und Lebensmodell, zum gescheiterten Modell der Kleinfamilie und zum repressiven Schulsystem. Echte Alternativen werden nicht herbeigeredet, sie werden gelebt.

Wir fordern: Die Anerkennung von Freiräumen als notwendige Plattformen für alternatives Leben und Lernen jenseits der herrschenden und destruktiven Profitlogik! denk:mal bleibt! Raum für Wagenplatz Alternative!